Heute ist der 04.09.2010

Goldbarren

GOLD, SILBER UND PLATIN INFOS VON SILBER.CC


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Goldbarren als Kapitalanlage

Anleger, die Goldbarren als Kapitalanlage erwerben möchten, sollten zu größeren Gewichten greifen. Denn hier ist der Aufschlag geringer als bei Münzen. Die Goldbarren sind genauso wie die Münzen in Deutschland steuerfrei zu kaufen. Die Motive der Barren sind nicht so vielseitig wie die der Münzen und hängen vom Hersteller ab. Zumeist sind der Name des Unternehmens, die Feinheit und das Gewicht des Barrens eingeprägt. Die Gewichte haben eine Bandbreite zwischen 1 Gramm und 1 Kilogramm. Außerdem haben Barren, die mehr als 250 Gramm wiegen, meistens eine Seriennummer eingeprägt. Die kleineren Gewichte werden gestanzt und anschließend geprägt, die größeren werden gegossen. Goldbarren kann man entweder bei einem Münzhändler erwerben, sie sind aber auch bei Banken und Sparkassen erhältlich.

Im Ausland sind außer den geprägten, gestanzten und gegossenen Rechteck-Formen noch viele weitere Varianten zu finden. Die Form kann rund, oval, quadratisch, mehreckig oder eine Figur sein. Außerdem werden auch Motive wie Sternzeichen oder Glücksbringer angeboten. Weiterhin sind unterschiedlichen Gewichtseinheiten erhältlich, z. B. Unzen, Tael, Tola, Chi und Don. Barren können ebenfalls ein Sicherheitselement, ein so genanntes kinebar haben.

Edelmetallraffinerien und Scheideanstalten stellen Edelmetallbarren her. Scheideanstalten sind Firmen, die Edelmetalle recyclen. Diese Unternehmen sind regional weit verbreitet und unterliegen keinen gesetzlichen Bestimmungen. Um den Handel mit Barren jedoch transparent zu machen, wurde von der Londoner Metallbörse das Markenzeichen „good delivery“ eingeführt. Wenn also ein Produzent von Barren bestimmte Vorraussetzungen und Auflagen erfüllt, so sind die Angaben auf dem Originalbarren zutreffend und bindend. Dies wird auch weltweit akzeptiert. Barren haben im Gegensatz zu Münzen keine Jahrgangs-Angabe und keine Auflagenhöhen. Sie werden entsprechend der aktuellen Nachfrage hergestellt. Durch den relativ einfachen Herstellungsprozess, werden Edelmetallbarren meist mit einem geringen Aufschlag verkauft. Wenn Barren als Kapitalanlage erworben werden, sollte man sie nach ländertypischen Barrenformen und Prägeanstalten auswählen.



Hersteller PAMP Suisse

Das Unternehmen PAMP Suisse (Produits Artistiques Métaux Précieux) ist eines der weltweit führenden Veredelungs- und Produktionsunternehmen im Edelmetallsektor. Die Gesellschaft mit Sitz in Castel San Pietro im Tessin ist 1977 gegründet und 1981 von der MKS Finance S.A. aus Genf übernommen worden. PAMP stellt neben Standardbarren auch Schmuck- und Motivbarren her. Die geprägten Barren haben auf der Unterseite immer ein Motiv. Damit ist PAMP das einzige Unternehmen, die derartige Barren heraus gibt. Es gibt über 1.000 Motivbilder. Doch das Sujet der römischen Göttin „Fortuna“, die Schicksalsgöttin, sticht besonders hervor. Damit ist es im europäischen Raum sehr bekannt und verbreitet und stellt schon fast ein Marken- bzw. Erkennungszeichen dar.

Goldbarren von PAMP

Die Oberseite der geprägten 1 g bis 100 g Barren hat das PAMP-Logo mit der Innschrift „Essayeur-Fondeur“ (französisch für Prüfer-Schmelzer), die Metallart, die Feinheit und das Gewicht abgebildet. Die Unterseite hat, wie beschrieben, ein Motiv eingeprägt. Die Goldbarren von 250 Gramm bis zu einem Kilo werden gegossen. Sie haben auf der Oberseite die gleichen Angaben wie die geprägten Barren. Die großen Barren, 1 Kilo, haben zudem eine Produktionsnummer. Hier ist die Unterseite blank.

Hersteller Degussa

Im Jahre 1843 gründete Friedrich Ernst Roessler im Auftrag des Frankfurter Senats eine Scheideanstalt. Er legte damit einen der Grundsteine für den späteren Degussa-Konzern. 1873 wurde der Familienbetrieb Roessler in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen „Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt“ umgewandelt. Ab 1980 wurde die AG nur noch Degussa AG genannt. Die Edelmetallscheiderei gilt seit Beginn des 20. Jahrhunderts als die größte ihrer Art in Deutschland. Das Unternehmen gehört seit 2003 zur belgischen Umicore-Gruppe, nachdem es in den vorherigen Jahren einige Umstrukturierungen innerhalb des Konzers gegeben hatte. Bis Ende 2005 wurden die Barren unter dem Namen „Degussa“ hergestellt und verkauft. Das Logo auf dem Barren ist ein Rhombus mit einem stilisierten Sonne- und Mondzeichen. Dies sind die alchimistischen Symbole für Gold und Silber.

Goldbarren von Degussa

Neben dem Logo sind auf dem Goldbarren der Firmenname „Degussa“ und das Wort „Feingold“ zu sehen. Die Feinheit beträgt 999,9. Außerdem ist das Gewicht in Gramm angegeben. Die Goldbarren von 1 g bis 100 g wurden geprägt, die Barren von 250 g bis 1.000 g gegossen. Die zuletzt genannten Barren haben außerdem immer eine eingestanzte Produktionsnummer auf dem Barren.



Hersteller Heraeus

Der Apotheker und Chemiker Wilhelm Carl Heraeus übernahm 1851 die Einhorn-Apotheke seines Vaters und schaffte damit den Ursprung des heutigen gleichnamigen Weltkonzerns. Platin wurde bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts in der Schmuckerzeugung verwendet. Jedoch hatte man einige Probleme mit der Verarbeitung des Metalls. Diese lagen in den besonderen Eigenschaften von Platin begründet. Denn es ist sehr zäh und hat einen hohen Schmelzpunkt. Heraeaus löste das Problem und brachte das Platin in der Knallgasflamme zum Schmelzen. Die Edelmetallsparte ist eine von sechs Bereichen, mit denen sich die Heraeus Holding beschäftigt. Das Unternehmen hat heute etwa 10.000 Mitarbeiter weltweit.

Goldbarren von Heraeus

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt auf den Goldbarren, die in geprägter oder gegossener Form angeboten werden. Außerdem gibt es noch kinebar-Goldbarren, die durch ein patentiertes Verfahren hergestellt werden. Auf der Oberseite der Goldbarren sind der Heraeus-Schriftzug, das Wort Feingold, die Feinheit von 999,9 und das Gewicht angegeben. Das Firmenlogo ist eine Hand mit einem Blumenstrauß, welche von einer Rundschrift eingerahmt ist.

Hersteller Umicore

Die Union Minière, übersetzt Bergbau Union, wurde 1909 gegründet. Sie war eine staatliche Bergbaugesellschaft in Belgien. Im Jahre 1989 wurde sie mit den Firmen Metallurgie Hoboken-Overpelt und Vieille Montagne fusioniert. Das Unternehmen entwickelte sich fortan zu einem Metall- und Werkstoffkonzern. Im Jahr 2000 wurde das Unternehmen in Umicore umbenannt. Das Unternehmen sitzt in Brüssel und hat weltweit rund 14.000 Mitarbeiter. Umicore übernahm 2003 die Edelmetallsparte von Degussa. Von 2003 bis 2005 hatten die Barren weiterhin das Degussa-Logo auf der Oberseite. Seit 2006 sind der Name und das Logo von Umicore abgebildet. Ansonsten hat sich an der Stückelung und den Maßen nichts geändert.

Goldbarren von Umicore

Die Goldbarren werden von 1 Gramm bis 100 Gramm in geprägter Barrenform und von 250 Gramm bis 1 Kilogramm in gegossener Form gefertigt. Ab 250 Gramm haben alle Größen eine Produktionsnummer eingestanzt. Auf der Oberseite sind neben dem Namen und Logo von Umicore, die Feinheit von 999,9 und das Gewicht in Gramm angegeben.


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