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Goldschmuck

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Der Industriezweig, der in heutiger Zeit die mit Abstand größte Menge Gold verarbeitet, ist die Schmuckproduktion. Goldschmuck gilt als stilvolles Accessoire, das Wohlstand und Schönheitssinn bekundet. Früher war das Tragen von Gold sogar ein Zeichen von Macht, wie sie nur der Adel besaß.

Der Wert eines Goldschmuckstücks wird nicht nur an der Verarbeitung bemessen, sondern auch am Anteil des tatsächlich enthaltenen Goldes. In diesem Zusammenhang wird immer noch vielfach die alte Maßeinheit Karat verwendet. 24 Karat entsprechen einem Goldgehalt von 99% und damit der höchstmöglichen Reinheit.

18 Karat bedeuten einen Goldanteil von 75 %, 14 Karat stehen für 58,5% Gold und 8 Karat entsprechen einem Goldgehalt von 33,3%. Eine Möglichkeit, Goldschmuck noch wertvoller und ausgefallener zu gestaltet, ist eine Verzierung mit Edelsteinen. Zu den beliebtesten Schmuckstücken aus Gold zählen Ringe, Halsketten, Armbänder, Ohrringe, Anhänger und Uhren, die es allesamt sowohl für Frauen als auch für Männer gibt.

Mit Ringen schmückten die Menschen ihre Finger bereits vor mehreren tausend Jahren, jedoch bestanden diese frühen Accessoires zunächst aus Knochen, Holz oder Stein. Später kamen dann Ringe aus Edelmetallen hinzu. In der Antike und im Mittelalter wurden Ringe vor allem von Mitgliedern der Oberschicht getragen, die damit ihren Status und ihre Macht zum Ausdruck brachten, doch auch als Symbol für die Ehe wurden Ringe schon damals verwendet. Zunächst waren es nur die verheirateten Frauen, die Ringe trugen, später dehnte sich dieser Brauch auch auf die Männer aus.

Bis heute ist der Ehering in vielen Kulturen ein fester Bestandteil der Hochzeitszeremonie und wird von beiden Partnern ein Leben lang als Zeichen der Verbundenheit getragen. Die Kreisform der Ringe steht für die Unendlichkeit. Sind sie einmal ineinander verschlungen, lassen sich zwei Ringe nicht mehr entzweien, ohne dabei beschädigt zu werden. Um die Metaphorik der Unendlichkeit zu stärken, bestehen Eheringe heute aus so beständigem Edelmetall wie Gold.

Halsketten, Uhren, Armbändern und Ohrringen wird in der Regel weniger symbolische Bedeutung beigemessen. Sie dienen vor allem der Zierde und sollen die Attraktivität eines Menschen erhöhen. Uhren sind überdies natürlich von praktischem Nutzen. Viele Menschen tragen ihren wertvollen Goldschmuck in erster Linie zu feierlichen Anlässen und auf großen Veranstaltungen, die ein entsprechendes, vornehmes Ambiente haben. Im Alltag wird das Tragen von hochkarätigem Goldschmuck mitunter als protzig und übertrieben empfunden.

Die Auswahl an Kettenanhängern ist in der heutigen Zeit sehr groß. Zu den gefragtesten Motiven gehören neben religiösen Ikonen wie Kreuze und Engel auch Herzen, Blumen, Kleeblätter, Anker, Halbmonde und Sterne. Viele dieser Abbilder gelten als Glückssymbole und sind positiv konnotiert. Als bewusstes Gegenstück dazu gehört der Totenkopf ebenfalls zu den beliebtesten Anhänger-Motiven.

Wer seinen Goldschmuck zu Geld machen will, muss sich darüber im Klaren sein, dass der Käufer womöglich nicht an dem ideellen Wert, sondern allein am Material interessiert ist und die Schmuckstücke daher ungeachtet ihres Designs, ihres Alters und ihrer emotionalen Bedeutung einschmelzen lässt. Gerade bei Erbstücken oder seltenem Schmuck sollte sich ein Verkäufer daher überlegen, ob er sich nicht an einen Juwelier wendet, um das Schmuckstück als solches zu verkaufen.


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