Heute ist der 06.09.2010

Silberbarren

GOLD, SILBER UND PLATIN INFOS VON SILBER.CC


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Silberbarren bestehen aus eingeschmolzenen Metallen oder Halbmetallen. Diese werden in eine Form gegossen und erstarren dann zu Festkörpern. Ihre eckige Form haben sie, weil sie damit einfach zu handhaben und gut stapelbar sind. Früher waren die Barren auch eine Form des Metallgeldes, das seit ca. 2000 vor Christi in Gebrauch ist. Die Barren waren damals daher auch zirkulierendes Geld, dies ist heute nicht mehr der Fall. Die Aufgabe der Barren ist heute eher die Währungsregulierung. Die Vorräte an Edelmetall in dieser Form sollen der Währung Stabilität geben und sie unterstehen der staatlichen Kontrolle. Wie Münzen sind Barren daher heute außerdem Sammelobjekte oder werden als Anlagemünzen gekauft. Die Silberbarren müssen heutzutage die Feinheit, die Marke des Herstellers und die Barrennummer eingestanzt haben.

Silberbarren als Kapitalanlage

Anleger, die Silberbarren als Kapitalanlage erwerben möchten, sollten zu größeren Gewichten greifen. Denn hier ist der Aufschlag geringer als bei Münzen. Die Silberbarren sind genauso wie die Münzen in Deutschland steuerfrei zu kaufen. Die Motive der Barren sind nicht so vielseitig wie die der Münzen und hängen vom Hersteller ab. Zumeist sind der Name des Unternehmens, die Feinheit und das Gewicht des Barrens eingeprägt. Die Gewichte haben eine Bandbreite zwischen 1 Gramm und 1 Kilogramm. Außerdem haben Barren, die mehr als 250 Gramm wiegen, meistens eine Seriennummer eingeprägt. Die kleineren Gewichte werden gestanzt und anschließend geprägt, die größeren werden gegossen. Barren kann man entweder bei einem Münzhändler erwerben, sie sind aber auch bei Banken und Sparkassen erhältlich.

Im Ausland sind außer den geprägten, gestanzten und gegossenen Rechteck-Formen noch viele weitere Varianten zu finden. Die Form kann rund, oval, quadratisch, mehreckig oder eine Figur sein. Außerdem werden auch Motive wie Sternzeichen oder Glücksbringer angeboten. Weiterhin sind unterschiedlichen Gewichtseinheiten erhältlich, z. B. Unzen, Tael, Tola, Chi und Don. Barren können ebenfalls ein Sicherheitselement, ein so genanntes kinebar haben.

Edelmetallraffinerien und Scheideanstalten stellen Edelmetallbarren her. Scheideanstalten sind Firmen, die Edelmetalle recyclen. Diese Unternehmen sind regional weit verbreitet und unterliegen keinen gesetzlichen Bestimmungen. Um den Handel mit Barren jedoch transparent zu machen, wurde von der Londoner Metallbörse das Markenzeichen „good delivery“ eingeführt. Wenn also ein Produzent von Barren bestimmte Vorraussetzungen und Auflagen erfüllt, so sind die Angaben auf dem Originalbarren zutreffend und bindend. Dies wird auch weltweit akzeptiert. Barren haben im Gegensatz zu Münzen keine Jahrgangs-Angabe und keine Auflagenhöhen. Sie werden entsprechend der aktuellen Nachfrage hergestellt. Durch den relativ einfachen Herstellungsprozess, werden Edelmetallbarren meist mit einem geringen Aufschlag verkauft. Wenn Barren als Kapitalanlage erworben werden, sollte man sie nach ländertypischen Barrenformen und Prägeanstalten auswählen.



Hersteller Degussa

Im Jahre 1843 gründete Friedrich Ernst Roessler im Auftrag des Frankfurter Senats eine Scheideanstalt. Er legte damit einen der Grundsteine für den späteren Degussa-Konzern. 1873 wurde der Familienbetrieb Roessler in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen „Deutsche Gold- und Silber-Scheideanstalt“ umgewandelt. Ab 1980 wurde die AG nur noch Degussa AG genannt. Die Edelmetallscheiderei gilt seit Beginn des 20. Jahrhunderts als die größte ihrer Art in Deutschland. Das Unternehmen gehört seit 2003 zur belgischen Umicore-Gruppe, nachdem es in den vorherigen Jahren einige Umstrukturierungen innerhalb des Konzers gegeben hatte. Bis Ende 2005 wurden die Barren unter dem Namen „Degussa“ hergestellt und verkauft. Das Logo auf dem Barren ist ein Rhombus mit einem stilisierten Sonne- und Mondzeichen. Dies sind die alchimistischen Symbole für Gold und Silber.

Silberbarren von Degussa

Die Barren mit einem Gewicht von 1 kg waren in Silber die gängigste Form der Barren. Weiterhin sind die 5kg-Barren sehr beliebt unter Insidern. Da der Materialpreis relativ gering ist, gibt es bei den geprägten Barren bis 100 g viele Auftragsprägungen. Diese werden für Firmen, Städte, Vereine oder Münzhändler hergestellt und haben ein Motiv auf der Unterseite. Jedoch gibt es für diese Prägungen keinen florierenden Markt. Die Feinheit der Silberbarren betrug immer 999.

Hersteller Heraeus

Der Apotheker und Chemiker Wilhelm Carl Heraeus übernahm 1851 die Einhorn-Apotheke seines Vaters und schaffte damit den Ursprung des heutigen gleichnamigen Weltkonzerns. Platin wurde bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts in der Schmuckerzeugung verwendet. Jedoch hatte man einige Probleme mit der Verarbeitung des Metalls. Diese lagen in den besonderen Eigenschaften von Platin begründet. Denn es ist sehr zäh und hat einen hohen Schmelzpunkt. Heraeaus löste das Problem und brachte das Platin in der Knallgasflamme zum Schmelzen. Die Edelmetallsparte ist eine von sechs Bereichen, mit denen sich die Heraeus Holding beschäftigt. Das Unternehmen hat heute etwa 10.000 Mitarbeiter weltweit.

Silberbarren von Heraeus

Auf den Silberbarren ist der Schriftzug „Heraeus“, das Wort „Feinsilber“, die Feinheit „999“, das Logo und das Gewicht angegeben. Die Barren ab 250 Gramm werden gegossen und ab 1 Kilo mit einer Produktionsnummer versehen. Die geprägten Barren bis 100 g hat eine Unterseite, die blank ist. Sodass viele Firmen diese Seite als Werbemedium nutzen und Sonderprägungen in Auftrag geben. Aus diesem Grund sind viele Motive zu finden.



Hersteller Umicore

Die Union Minière, übersetzt Bergbau Union, wurde 1909 gegründet. Sie war eine staatliche Bergbaugesellschaft in Belgien. Im Jahre 1989 wurde sie mit den Firmen Metallurgie Hoboken-Overpelt und Vieille Montagne fusioniert. Das Unternehmen entwickelte sich fortan zu einem Metall- und Werkstoffkonzern. Im Jahr 2000 wurde das Unternehmen in Umicore umbenannt. Das Unternehmen sitzt in Brüssel und hat weltweit rund 14.000 Mitarbeiter. Umicore übernahm 2003 die Edelmetallsparte von Degussa. Von 2003 bis 2005 hatten die Barren weiterhin das Degussa-Logo auf der Oberseite. Seit 2006 sind der Name und das Logo von Umicore abgebildet. Ansonsten hat sich an der Stückelung und den Maßen nichts geändert.

Silberbarren von Umicore

Bei den Silberbarren ist die 1-Kilo-Größe die gängigste Form. Außerdem sind die Barren mit 5 kg Gewicht sehr beliebt unter Insidern. Da der Materialpreis relativ gering ist, gibt es bei den geprägten Barren bis 100 g viele Auftragsprägungen. Diese werden für Firmen, Städte, Vereine oder Münzhändler hergestellt und haben ein Motiv auf der Unterseite. Jedoch gibt es für diese Prägungen keinen florierenden Markt. Auf der Oberseite haben auch die Silberbarren den Namen und das Logo von Umicore, die Feinheit von 999 und das Gewicht angegeben.


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