Heute ist der 04.02.2012

Silberschmuck

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Neben der Verwendung in verschiedenen Bereichen der Technik, der Optik und der Medizin ist Silber nach wie vor ein weltweit begehrtes Material zur Herstellung von dekorativem Schmuck.

Ein Begriff, der im Zusammenhang mit Silberschmuck häufig auftritt, ist “Sterling”. Bei Sterlingsilber handelt es sich um eine Legierung aus 92,5 % reinem Silber und 7,5 % Kupfer. Wird ein Silberschmuckstück mit dem international anerkannten Stempel “925″ gekennzeichnet, handelt es sich also um Sterlingsilber, das in der westlichen Schmuckindustrie häufig verwendet wird. Sterlingsilber ist aufgrund des Kupfergehalts härter und rötlicher als reines Silber. Zudem lässt es sich besser verarbeiten. Der Ausdruck “Sterling” ist von “e(a)sterling”, zu Deutsch “aus dem Osten kommend”, abgeleitet und geht auf frühe Pfennigmünzen zurück, die vom europäischen Festland nach England importiert wurden.

Silberschmuck hat Tradition, sowohl in Form von Ringen, Halsketten und Armbändern wie auch als Uhren. Ringe als Schmuck für die Finger sind seit mehreren tausend Jahren ein Teil der menschlichen Kultur. Zunächst bestanden die Ringe aus Knochen, Holz oder Stein, später kamen dann Ringe aus Gold und Silber hinzu. In der Antike und im Mittelalter wurden Ringe vor allem von Mitgliedern der Oberschicht getragen, die damit ihren Status und ihre Macht zum Ausdruck brachten. Gleichzeitig galt ein Fingerring als Symbol für die Ehe, das zunächst nur von den Frauen getragen wurde. Später dehnte sich dieser Brauch auch auf die Männer aus.

Bis heute ist der Ehering in vielen Kulturen ein fester Bestandteil der Hochzeitszeremonie und wird von beiden Partnern ein Leben lang als Zeichen der Verbundenheit getragen. Die Kreisform der Ringe steht für die Unendlichkeit. Sind sie einmal ineinander verschlungen, lassen sich zwei Ringe nicht mehr entzweien, ohne dabei beschädigt zu werden. Um die Metaphorik der Unendlichkeit zu stärken, bestehen Eheringe heute aus so beständigem Edelmetall wie Silber.

Halsketten, Armbändern und Ohrringen wird in der Regel weniger symbolische Bedeutung beigemessen. Sie dienen vor allem der Zierde und sollen die Attraktivität eines Menschen erhöhen. Dennoch ist Silber auch aufgrund seiner mythischen Bedeutung ein beliebtes Schmuckmaterial. Einige Legenden, die bis heute in Romanen und Filmen aufgegriffen werden, schreiben Silber besondere Abwehrkräfte gegen übernatürliche Gefahren zu. Eines der berühmtesten Beispiele ist der Werwolfmythos, demnach die unheimlichen Wolfskreaturen nur durch Silber getötet werden können.

Die Auswahl an Kettenanhängern ist ausgesprochen groß. Zu den beliebtesten Motiven gehören neben religiösen Ikonen wie Kreuze, Schutzpatrone und Engel auch Herzen, Blumen, Kleeblätter, Anker, Halbmonde und Sterne. Viele dieser Abbilder gelten als Glückssymbole und sind positiv konnotiert. Als bewusstes Gegenstück dazu gehört der Totenkopf ebenfalls zu den begehrtesten Anhänger-Motiven. Weiterhin werden gerne die eigenen Initialen oder das eigene Sternzeichen als silberne Anhänger getragen.

Wer seinen Silberschmuck veräußern will, muss sich darüber im Klaren sein, dass der Käufer womöglich nicht an dem ideellen Wert, sondern allein am Material interessiert ist und die Schmuckstücke daher ungeachtet ihres Designs, ihres Alters und ihrer emotionalen Bedeutung einschmelzen lässt. Gerade bei Erbstücken oder seltenem Schmuck sollte sich ein Verkäufer daher überlegen, ob er sich nicht lieber an einen Juwelier wendet, um das Schmuckstück als solches zu verkaufen und somit zu erhalten.


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