Gold als Geldanlage
Wehe dem, der sein Geld in Aktien investiert hat und durch die Wirtschaftskrise ordentliche gebeutelt wurde. Sicherer und risikoärmer wäre in solchen Situationen eine Geldanlage in Gold gewesen. Schon für geringe Vermögensgrößen eignet sich Gold als krisensichere Kapitalanlage, zum Beispiel in Form von Goldbarren. Hier ist für jeden Geldbeutel die entsprechende Barrengröße erhältlich, beginnend mit dem 1 Gramm Goldbarren für den kostengünstigen Einstieg ins Goldgeschäft, bis hin zum 1 Kilogramm Goldbarren.
Besonders für Einsteiger in den Goldhandel eigenen sich Barren. Diese werden mit einem Feingehalt von 999 oder 999,9 – gemessen an 1000 Anteilen – ausgegeben. In der Regel werden die Goldbarren mit einem Gewicht von bis zu 100 Gramm geprägt, alles, was darüber hinausgeht wird gegossen. Dieses Verfahren macht den Goldbarren, gegenüber der Möglichkeit, sein Kapital in Goldmünzen anzulegen, äußerst attraktiv, denn die Herstellung von Goldbarren ist kostengünstiger als das Prägen von Münzen.
Goldmünzen sind, besonders wenn sie gut gepflegt sind, bei Sammlern äußerst beliebt. Münzen aus Gold werden, anders als Goldbarren, geprägt. Hierzu wird ein Münzrohling aus Gold gefertigt, der sein Endaussehen durch den Prägestempel erhält – neben dem eigentlichen Motiv und dem Nennwert auch das Prägejahr. Das erklärt schnell die höheren Preise für Goldmünzen im Gegensatz zu Goldbarren, ihre Herstellung ist durch das Prägen wesentlich höher.
Entscheidend für den Wert der Goldmünze ist, neben dem Goldwert, ebenso ihr Alter – je älter eine Münze, desto wertvoller ist sie. Zu den wohl bekanntesten Goldmünzen zählen die Krügerrand aus Südafrika, der American Eagle aus den USA und die Maple Leaf in Gold aus Kanada. Zu den Newcomern auf dem Münzmarkt gehört die Wiener Philharmoniker Goldmünze. Sie erobert seit einigen Jahren, nicht zuletzt wegen ihres hohen Feingehalts die Herzen der Sammler.
Um Gold zu Geld zu machen, eignen sich natürlich auch alte Goldbestände in bedingtem Maße. Sehr beliebt ist das so genannte Zahngold, welches von etlichen Händlern gerne in den entsprechenden Geldwert eingetauscht wird. Eine große Ausbeute ist hierbei aufgrund des geringen Feingehalts an Gold jedoch nicht zu erwarten, denn Beimischungen von Kupfer oder Silber für die Erhöhung des Härtegrades machen den eigentlichen Goldgehalt, gemessen am Gewicht, eher gering. Auch alter Schmuck ist oftmals von geringem Feingehalt (333er oder 585er Gold) und sein emotionaler Wert häufig gewinnbringender, als ein Verkauf.
